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Jetzt auch in Unna: Sicherheitsringe an Haltestellen

Sicherheitsring Unna KreishausGemeinsam mit Betroffenen hat die VKU auch die innovativen Sicherheitsringe entwickelt. Sie sind für Blinde und Sehbehinderte eine Erleichterung bei der Orientierung. Gemeinsam wurde der Ring an der Haltestelle Kreishaus in Unna heute eingeweiht. v.l.: Andreas Feld (Leiter Verkehrsmanagement VKU), André Pieperhohanns (Geschäftsführer VKU), Sabine Leiße (Kreis Unna), Dieter Suske (Behindertenbeirat), Michael Makiolla, Gertrud Sauerland (Blinden- und Sehbehindertenverein Kreis Unna in Begleitung ihres Ehemannes), Werner Kolter und vorne Christian Baran (Vorsitzender des Behindertenbeirates Unna). Foto: VKU

„Haltestellenmasten, die mittig auf Bürgersteigen stehen, bergen für blinde Menschen eine große Verletzungsgefahr“, erklärt Michael Makiolla, Landrat des Kreises Unna und Aufsichtsratsvorsitzender der VKU.

„Um das zu verhindern und die Verletzungsgefahr zu minimieren, hat die VKU mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein sogenannte Sicherheitsringe entwickelt und rüstet in Frage kommende Haltestellen damit aus“, ergänzt André Pieperjohanns, Geschäftsführer der VKU. Die aus Recycling-Kunststoff bestehenden Ringe liegen rund um den Mast auf dem Boden und sorgen dafür, dass blinde Menschen rechtzeitig ein Hindernis bemerken und ausweichen. Denn Haltestellenmasten, die auf dem Gehweg stehen, werden zu spät mit dem Langstock ertastet. Das kann zu Verletzungen führen, wenn Blinde oder Sehbehinderte insbesondere mit den Fahrplankästen oder auch hoch aufgehängten Mülleimern (höher als 60 cm) kollidieren.

„Es freut uns besonders, die Sicherheitsringe jetzt auch in Unna zu verlegen. So machen wir unsere Stadt wieder ein Stück barrierefreier“, so Bürgermeister Werner Kolter.

Der erste Sicherheitsring in Deutschland wurde im Oktober 2015 in Schwerte verlegt. Inzwischen sind die Sicherheitsringe außerdem in Werne und Kamen verlegt worden. Heute schließt sich Unna an und bekommt 38 Ringe. Insgesamt wurden bereits mehr als 100 Ringe verlegt. Bei Bedarf kann natürlich nachgerüstet werden.

Besonders zwei Dinge sind den Verantwortlichen des VKU-Projekts JederBus wichtig: Alle Lösungen werden, ebenso wie dieses innovative Vorreiterprojekt, gemeinsam mit den Betroffenen erarbeitet. Und die Lösungen kommen auch Menschen ohne Beeinträchtigung zu Gute. So sind alle sicher und bequem mobil.

Information zum Projekt JederBus gibt es bei Gaby Freudenreich (gaby.freudenreich@vku-online.de) unter Tel. 0 23 07 / 209-68.